TRAUMZIELE ERLEBEN


DIE NACHT SO

GRÜN

Wie ein grün-lila loderndes Feuer am Nachthimmel in Form fließender sanfter oder aufgeregt tanzender Wellen: Polarlichter sind atemberaubend und beinahe unfassbar schön. Auf einer AIDA Reise in den hohen Norden können Sie das einzigartige Spektakel mit etwas Glück einmal selbst erleben. Ein unvergesslicher Moment!

… Sie hätten das Glück, in einer Polarlichtregion zu Hause zu sein. Ob Sie jemals genug davon bekommen würden, bei Dunkelheit in den Himmel zu blicken? Die schwedische Outdoor-Fotografin Cecilia Blomdahl lebt seit fast fünf Jahren mit ihrem Finnischen Lapphund Grim in einer Hütte auf Spitzbergen. Sie bestätigt, was wir bereits vermutet haben: »Niemals! Obwohl ich die Nordlichter schon so oft gesehen habe, halte ich mein Auto sofort an, wenn ich sie unterwegs entdecke. Sie zu beobachten hat immer etwas Magisches, als sei man Zeuge von etwas Geheimnisvollem.«

… geht Cecilia mit dem flauschigen Grim auf »Polarlichtjagd«. Wobei sie dafür eigentlich gar nicht weit fahren muss, wie sie uns erzählt. Oder überhaupt irgendwohin. »Wenn der Himmel klar, die Luft besonders frisch und es draußen eiskalt ist, schalte ich zu Hause einfach alle Lampen aus und warte darauf, dass die Nacht grün aufleuchtet.« Denn um ihre Hütte außerhalb Longyearbyens herum ist von Lichtverschmutzung keine Spur: die besten Bedingungen für eine Polarlichtsichtung.

Rund um die Nordlichter werden viele Geschichten und Mythen erzählt. »Ich finde es spannend, dass so viele verschiedene Vorstellungen dazu existieren«, sagt Cecilia. »So heißt es in Finnland, dass sie von einem Feuerfuchs erzeugt werden, der so schnell über den Schnee läuft, bis Funken in den Himmel fliegen.« Das Volk der Sámi wiederum sieht in Polarlichtern traditionell ein schlechtes Omen: Sie glaubten, dass es sich bei ihnen um die Seelen Verstorbener handelte, weshalb nicht einmal über diese Himmelserscheinung gesprochen werden dürfe. Außerdem sollte niemand in Richtung der Lichter singen, winken oder pfeifen, um möglichst nicht auf sich aufmerksam zu machen und nach oben in den Himmel gezogen zu werden.

Nordlicht-Sichtung in Spitzbergen Allen, die nicht nur vom AIDA Schiffsdeck aus einen Blick auf das Himmelsphänomen erhaschen möchten, sondern auch auf Spitzbergen nach dem perfekten Ort zur Polarlichtbeobachtung suchen, legt Cecilia Adventdalen ans Herz. Das weitläufige, offene Tal liegt etwa 15 Kilometer von Longyearbyen entfernt: »Die Chancen, hier einen Blick auf Lichter zu erhaschen, sind ziemlich hoch.«

Polarlichter zu fotografieren ist anfangs ein wenig knifflig. Mit etwas Übung wird es aber immer einfacher. Als Outdoor-Fotografin kennt Cecilia natürlich die richtigen Tricks, die sie uns hier verrät. Dann nur noch warm anziehen, in den Himmel blicken und geduldig sein.

Wer sich weitere Fotos von Cecilia anschauen möchte, findet sie bei Instagram unter @sejsejlija.

Highlights am Polarkreis

Auf der Suche nach Polarlichtern geht es mit AIDAluna in den hohen Norden: Mit etwas Glück erleben Sie das Naturschauspiel hautnah. Jetzt hier ins Abenteuer starten!

»Die drei wichtigsten Punkte beim Fotografieren von Polarlichtern: ein Stativ, Geduld und warme Kleidung. Wer darauf wartet, dass sich Aurora borealis am Himmel zeigt, wird vielleicht eine ganze Weile draußen sein müssen - zum Beispiel auch an Deck. Es kann also kalt werden, besonders an den Händen.«

Die richtige Ausrüstung »Neben einer Kamera mit manuellem Modus ist ein Stativ unerlässlich. Polarlichter werden mit einer Langzeitbelichtung fotografiert: Die Kamera darf sich möglichst nicht bewegen, weil das Bild sonst unscharf ist. So können sogar mit Smartphones einer neueren Generation gute Fotos entstehen.«

Einstellungen der Kamera »Wichtig sind eine möglichst weit geöffnete Blende, eine lange Belichtungszeit und ein hoher ISO-Wert, beispielsweise eine Blendenöffnung von f2.8, eine Verschlusszeit von fünf Sekunden und ISO 4.000. Es lohnt sich allerdings auf jeden Fall, mit den Kameraeinstellungen zu experimentieren.«

Aurora borealis Auf diesen klangvollen Namen wurden Nordlichter vom italienischen Gelehrten Galileo Galilei getauft – nach der römischen Göttin Aurora und dem griechischen Ausdruck »Boreas« für Nordwind. Von dem Himmelsphänomen haben sich Menschen bereits vor langer Zeit faszinieren lassen, wie 30.000 Jahre alte Höhlenmalereien in Frankreich zeigen.

Der Sound zum Spektakel Hätten Sie gedacht, dass Polarlichter Geräusche von sich geben können? Im Gegensatz zu ihrem romantischen Anblick verhalten sie sich keineswegs immer leise. Stattdessen sind in windstillen Nächten klatschende Töne oder ein statisches Knistern zu hören. Das akustische Phänomen ist selten: Gleichzeitig mit dem Sonnenwind muss eine besondere Wetterlage herrschen.

Polarlichter auch in Deutschland? Vereinfacht gesagt entstehen Polarlichter, wenn die Sonne geladene Teilchen in Richtung Erde schleudert. Unter bestimmten Voraussetzungen – bei starker Sonnenaktivität – stehen die Chancen gar nicht so schlecht, das Schauspiel auch am heimischen Nachthimmel entdecken zu können. Besonders günstig werden die Bedingungen wieder um das Jahr 2025 sein.